11. CSD Cottbus & Niederlausitz | #CSDCB2019

Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de
Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.deLiebe Mitmenschen, der 11. CSD Cottbus & Niederlausitz findet vom 13. bis 25.05.2019 statt. Schirmfrau des CSDs ist die Bürgermeisterin der Stadt Cottbus, Marietta Tzschoppe. Alle Informationen rund um den CSD findet ihr in unserem CSD-Menü "CSD 2019". Happy Pride.
  Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.deIllustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de   Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.deIllustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Grußwort der Bürgermeisterin und Schirmfrau Marietta Tzschoppe

13.05.2019

Grußwort anlässlich des 11. Christopher Street Day in Cottbus

Bürgermeisterin und Schirmfrau Marietta Tzschoppe

Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,

gern habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft über den Cottbuser Christopher Street Day übernommen, denn er steht für Toleranz, das Recht auf Selbstbestimmtheit und eine weltoffene Gesellschaft. Der CSD ist ein Bekenntnis zur Gleichheit aller Menschen, ganz egal welcher Coleur, welcher Herkunft oder welcher sexuellen Orientierung. Ich freue mich, dass er schon längst mehr ist als ein bloßer Aktionstag und der CSD Cottbus e.V. dauerhaft als Anlaufstelle in unserer Stadt zur Verfügung steht.

Weiterlesen ...

CSD Botschafter_in: Maria

 CSD Botschafter_in: Maria - Foto by Stefan Fiedler

Ich bin Maria, wohne in Cottbus und studiere Soziale Arbeit an der BTU.

Erstmals bin ich auf den CSD aufmerksam geworden, weil plötzlich viele Regenbogenfahnen an Gebäuden zu sehen waren. Ich dachte „wow...“; einen CSD hatte ich in Cottbus nicht erwartet. Der CSD Cottbus ist politisch und viele Menschen engagieren sich, damit sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und queere Menschen frei fühlen können.  CSD Botschafter_in: Maria - Foto by Stefan Fiedler

Ich wollte auch etwas tun, daher bin ich einfach zum CSD Forum gegangen.

Heute bin ich CSD-Botschafterin und will anderen Menschen Mut machen, zu sich zu stehen.

Wenn ich meine sexuelle Orientierung beschreibe, dann sage ich: „Ich bin demisexuell und panromantisch.“ Wenn Du damit nur schwer etwas anfangen kannst, dann schaue Dir gern mein CSD-Botschafter_innen- Video auf YouTube an. [Video folgt]

Am Herzen liegt mir die Bildungsarbeit. Daher mache ich beim Schulaufklärungsprojekt mit. Wir gehen an Schulen und sprechen mit Lehrer_innen und Schüler_innen über Liebe, sexuelle Orientierung(en), geschlechtliche Identität(en) und Diskriminierung(en).

Vielfalt ist komplex | CSD Botschafter_in Maria

CSD Botschafter_in Maria | Foto: Stefan FiedlerGeschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung - was weißt Du darüber?

Einiges, aber auch noch nicht alles. Ich bin immer wieder überrascht, was ich noch nicht kenne und freue mich, wenn wir im Rahmen des CSDs die Gelegenheit bekommen mit anderen Menschen über diese Themen zu sprechen.

Ich finde es wichtig, schon in der Kita über Vielfalt zu reden, sie gemeinsam zu erleben und daran zu wachsen. Auch wenige Jahre später, Stichwort Schulaufklärung - hier gibt's Handlungsbedarf. Die Regenbogenthemen müssen unbedingt stärker an den Lebensort junger Menschen. Immerhin verbringen Jugendliche viel Lebenszeit in der Schule. In dieser Phase der Entwicklung geht's um Liebe, Freundschaft, Identität, Sex und um noch mehr. Aufklärung und Möglichkeiten zum sensiblen Austausch sind sehr wichtig. Daher bin ich im Schulteam von "Bildung unterm Regenbogen". Wir gehen an die Schulen und veranstalten beispielsweise Schulworkshops.

Ich wünsche mir, dass auch in der Ausbildung von Erzieher_innen mehr Wert auf Regenbogenthemen gelegt wird. Es kann doch nicht sein, dass in der gesamten Ausbildungszeit gerade mal einige Minuten dazu informiert wird.

Vielfalt ist komplex und als solche sollten wir auch Vielfalt behandeln, ergründen und begreifen.

58 Prozent stimmten für die Regenbogenfahne | CSD Botschafter_in Maria

2019 CSDCB Botschaft Maria 58 Prozent V03 Quadrat webDie Stadtverordneten der Stadt Cottbus haben entschieden. 58 Prozent (21 von 36 Personen) stimmten am 24. April 2019 für den Antrag (011/19) von DIE LINKE, SPD und B90/GRÜNE zur Beteiligung an der Aktion „Wir für Akzeptanz“ durch Beflaggung des Erich Kästner Platzes mit einer Regenbogenfahne. Insofern wird vom 13. bis 25. Mai 2019 zum 11. CSD Cottbus & Niederlausitz eine Regenbogenfahne am Cottbuser Stadthaus wehen. Das Motto des CSDs lautet in diesem Jahr "Rückgrat Du brauchst, Haltung zeigen Du musst".

Die Regenbogenfahne ist das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Weltweit wird die Fahne eingesetzt um für Vielfalt, Akzeptanz, Respekt und bunte Liebe einzustehen. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter*, queere Menschen und Freunde tragen die Regenbogenfahne auch zum Christopher Street Day (CSD) in Cottbus und repäsentieren wichtige demokratische und menschliche Werte unserer Gesellschaft. Menschen erinnern Jahr für Jahr daran, was in der Landesverfassung im Artikel 12 Absatz 2 (Gleichheit) steht. "Niemand darf wegen... der sexuellen Identität... bevorzugt oder benachteiligt werden".

Die Regenbogenfahne ist ein Symbol mit politischem und menschlichem Hintergrund und viele Personen in Cottbus und der Niederlausitz unterstützen die Bemühungen, diese Werte tagtäglich zu verteidigen.

Nun ist es kein Geheimnis, dass die Stadt Cottbus bis zum Jahr 2016 zum CSD die Regenbogenfahne solidarisch aufgezogen hat und im darauf folgenden Jahr der Oberbürgermeister Holger Kelch entschied, die Fahne nicht mehr am Erich Kästner Platz aufzuhängen. Im Folgejahr wollte der Oberbürgermeister erneut keine Regenbogenfahne aufhängen lassen. DIE LINKE, SPD und B90/GRÜNE konnten sich daraufhin mit einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung durchsetzen, sodass dann doch eine Regenbogenfahne aufgehängt werden konnte.

In einem Brief im März 2019 wandte sich der Vorstand des CSD Cottbus e.V. erneut an das Stadtoberhaupt und bat darum die Regenbogenfahne am Erich Kästner Platz zum CSD aufzuhängen. Nun entschieden erneut die Stadtverordneten über einen Antrag von DIE LINKE, SPD und B90/GRÜNE.

Insgesamt beteiligen sich an der Regenbogenfahnenaktion "Wir für Akzeptanz" über 230 Einrichtungen und es werden von Jahr zu Jahr mehr.

CSD Botschafter_in: Mila

CSD Botschafter_in: Mila - Foto by Stefan Fiedler

Mein Name ist Mila, ich wurde in Forst im Landkreis Spree-Neiße geboren und bin dort zur Schule gegangen. Ich bin stolze Mutti zweier Kinder.

Als ich geboren wurde, hat mir die Gesellschaft ein männliches Geschlecht zugeschrieben. Ich wurde als Junge erzogen. Zur Einschulung mit 7 Jahren habe ich das erste Mal meiner Mutter gesagt, dass ich ein Mädchen bin und kein Junge. „Was sollen die Nachbarn denken“, ein Satz an den ich mich noch heute erinnere.

CSD Botschafter_in: Mila - Foto by Stefan FiedlerDie darauf folgenden Jahre waren nicht einfach. Ich war immer wieder zwischen den Erwartungen der Gesellschaft und meinen Gefühlen hin- und hergerissen.

Ich hätte mir damals Verständnis gewünscht. In meiner Schwester und meinen Freunden fand ich Halt und holte mir Hilfe bei einer Psychologin. Ich fühlte mich schon immer als Mädchen/Frau.

Nachdem ich den „Trans*-Weg“ gegangen bin, sieht mich die Gesellschaft nun als Frau.

Beim CSD in Cottbus leite ich den Trans*-Stammtisch, helfe Trans*-Personen bei den ersten Schritten und bin im Schulteam. In diesem Jahr bin ich CSD-Botschafter_in.

Wir sind viele - auch wenn Du uns nicht siehst | CSD Botschafter_in Mila

2019 CSDCB Botschaft Mila wir sind viele V07 Quadrat webWer auf der Straße oder im Bus unterwegs ist nimmt andere Menschen wahr. Es dauert Bruchteile von Sekunden, in denen wir uns vertraute Muster unbewusst anwenden und andere Menschen kategorisieren, sie also sinnbildlich in Schubladen stecken. Wir urteilen, obwohl wir den Menschen, der uns gegenüber steht überhaupt nicht kennen. Das machen wir (auch), um schnell herauszufinden, ob unser Gegenüber Freund_in oder Feind_in ist.

Körperbau, Kleidung, Bewegung, Sprache und viel mehr, fällt rasant durch unser Wertesystem und schließlich glauben wir zu wissen, wer oder was diese Person ist und haben unser Urteil gefällt. Das beginnt schon mit der Geburt.

Menschen, die auf die Welt kommen, werden leider anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Mädchen oder Junge eingeteilt und in diesen Kategorien/Rollen von ihren Eltern, Nachbarn, Erzieher_innen, Lehrer_innen, Freund_innen geprägt.

Auf die oft nach der Geburt eines Kindes gestellte Frage von Arbeitskollegen oder den Großeltern: "Was ist es denn?" sagt kaum eine Mutti "es ist ein Mensch", sondern "ich habe einen Jungen entbunden" oder "es ist ein Mädchen". Wären die Erwartungen der Gesellschaft und der Anpassungsdruck von Eltern nicht derart hoch, würde es vielleicht leichter sein, cool zu antworten: "Schau'n wir mal, wohin die Reise geht."

Ich kenne viele Personen, deren biologisches Geschlecht nicht mit dem übereinstimmt, was und wie sich diese Menschen fühlen. Trans*-Personen erlebe ich tagtäglich in meinen Netzwerken. Ich kann nur sagen: Wir sind viele, auch wenn Du uns nicht siehst.

Daher engagiere ich mich als CSD-Botschafter_in. Ich möchte einen Beitrag leisten, Trans*-Personen sichtbar zu machen und Trans*-Themen auf die Tagesordnung zu holen. Mir ist es wichtig, dass wir uns austauschen und auf Augenhöhe begegnen. Also bitte keine Pathologisierung von Trans*-Menschen. Ich dulde keine Trans*feindlichkeit.

100% - Wir sagen Danke | 230 Einrichtungen zeigen Flagge für Vielfalt

CSD Botschafterin Mila | Foto: Stefan FiedlerAm 2. Mai 2019 überschritt der CSD Cottbus e.V. das gesetzte Jahresziel. 230 Anmeldungen wollten die Ehrenamtlichen bis zum Start des 11. CSD Cottbus & Niederlausitz im Boot haben. Aktuell beteiligen sich an der Regenbogenfahnenaktion "Wir für Akzeptanz" 235 Firmen, Betriebe, Schulen, Jugendeinrichtungen, Kommunen, Parteien, Gewerkschaften, Behörden, Vereine, Kitas und viele andere. 

"Wir für Akzeptanz" ist größer denn je. Mit den öffentlich sichtbaren Regenbogenfahnen setzen alle Mitwirkenden vom 13. bis 25. Mai 2019 anlässlich des 11. CSD Cottbus & Niederlausitz ein wichtiges Zeichen für Liebe, Respekt, Akzeptanz und Demokratie. Ob in Schaufenstern, an Balkons oder an Fahnenmasten - die Regenbogenfahnen werden für Aufmerksamkeit sorgen und für vielfältige Liebe wehen.

Seit 1978 ist die Regenbogenfahne das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Die Fahne wurde vom amerikanischen Künstler Gilbert Baker entwickelt. Die sechs Farben stehen für die Vielfalt der Lebensweisen. Die Regenbogenfahne ist auch aus der PEACE-Bewegung (Internationale Friedensbewegung) bekannt.

Die Bedeutung der Farben:

Rot - "Leben"
Orange - "Gesundheit"
Gelb - „Sonnenlicht“
Grün - "Natur"
Blau - „Harmonie“
Violett - "Geist"

1996 wurde erstmals die Regenbogenfahne an einem öffentlichen Gebäude gehisst.

Ganz im Zeichen des diesjährigen CSD-Mottos "Rückgrat Du brauchst, Haltung zeigen Du musst" treten Cottbus und die Niederlausitz für Mitmenschlichkeit und Freiheit ein.

Wir sagen Danke und laden dazu ein, auch weiterhin mitzumachen, denn noch bis zum 25. Mai 2019 werden Regenbogenfahnen kostenfrei an Einrichtungen verteilt.

Anmeldung: http://akzeptanz.csd-cottbus.info

Regenbogenfahnenaktion: Wir für Akzeptanz | CSDCB2019

Wir für Akzeptanz2018 CSDCB Flaggenhissung V01 web

Akzeptanz (lat. "accipere") bedeutet annehmen oder gutheißen. Akzeptanz ist mehr als Toleranz (lat. "tolerare"), was soviel wie erdulden oder ertragen heißt.

Wir werben für Akzeptanz und haben die Aktion "Wir für Akzeptanz" erstmals im Jahr 2014 ins Leben gerufen, um Vielfalt sichtbarer zu machen. Wir wollen steigende  Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen (LSBTIQ) in Cottbus und in der Niederlausitz erreichen.


Wieviele Organisationen haben sich in der Vergangenheit beteiligt?

Wir für Akzeptanz | Stand 29.06.2018



Voller Freude sehen wir, wie sich von Jahr zu Jahr mehr Organisationen beteiligen und in der CSD-Saison die Regenbogenfahne aufhängen.Damit wird unsere Region nicht nur bunt. Im letzten Jahr haben sich 230 Standorte beteiligt. Mit diesem öffentlichen Zeichen zeigen wir, wie unsere Haltung zu LSBTIQ-Menschen und zu Homo- und Trans*feindlichkeit ist.

Homo- und Trans*feindlichkeit ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, der wir hiermit deutlich entgegen treten. Die Regenbogenfahne ist das weltweite Zeichen der Lesben- und Schwulenbewegung. Die Regenbogenfahne steht für Akzeptanz von LSBTIQ-Menschen.



Wir für Akzeptanz Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Comic: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Wir wenden uns in diesem Jahr ganz besonders in der Zeit vom 13. bis 25. Mai 2019 an

  • Wirtschaft, Politik und Verwaltungen
  • Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen,
  • Vereine und andere Organisationen

und laden dazu ein, die Regenbogenfahne gemeinsam mit vielen anderen aufzuhängen.

Im Artikel 12 der Landesverfassung des Landes Brandenburg steht: "Niemand darf wegen … der sexuellen Identität… benachteiligt werden." Dieses Staatsziel umzusetzen ist unser aller Aufgabe. Es geht darum, Flagge für Akzeptanz und gegenseitigen Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und andere queere Menschen (LSBTIQ) zu zeigen. Wir engagieren uns, damit die alltägliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBTIQ-Menschen aufhört.

 Jetzt Mitmachen -
hier geht's zur Anmeldung:
hier klicken

2018 Mensch mit Regenbogenfahnen V01Wir sind dabei und zeigen Flagge:

Derzeit beteiligen sich [ 276 | 120% ] Organisationen, Verwaltungen, Firmen, Betriebe, Jugendeinrichtungen, Schulen, Vereine und andere an unserer Akzeptanzkampagne "Wir für Akzeptanz". In diesem Jahr wollen wir 230 Mitwirkende dabei haben, die in der Zeit vom 13. bis 25. Mai 2019 Flagge zeigen.

Comic: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Regenbogenfahnenklau lohnt nicht - Hydi ist da

Hydi

Dürfen wir vorstellen: Das ist "Hydi". "Hydi" ist eine Hydra, ein vielköpfiges Ungeheuer, entliehen der griechischen Mythologie. Du wirst Dich vielleicht fragen, was eine solche Urgestalt mit dem CSD in Cottbus zutun hat und warum "Hydi" so zahlreiche Regenbogenfahnen um den Hals gebunden hat.

Die Hydra steht sinnbildlich für ein Phänomen, das im Jahr 2017 in Cottbus gehäuft im Rahmen der Regenbogenaktion "Wir für Akzeptanz" aufgetreten ist. Rund 200 Regenbogenfahnen wurden von Verwaltungen, Firmen, Jugendeinrichtungen, Vereinen und anderen Organisationen zum CSD aufgehängt. Cottbus und die Niederlausitz war 2 Wochen lang regenbogenbunt. Das fanden einige Menschen scheinbar nicht so toll, denn zahlreiche Regenbogenfahnen, die für Respekt und Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und queeren Menschen stehen, wurden entwendet und abgerissen. Insgesamt vermissten wir 15 Fahnen.

Das war schade, denn mit diesem friedlichen Symbol sollte für vielfältige Liebe und gegenseitigen Respekt geworben werden. Die CSD Organisatoren ersetzten jede entwendete Fahne durch eine neue und eine weitere Regenbogenfahne wurde zusätzlich in Cottbus aufgehangen. Dieses Prinzip erinnerte an das Monster aus der griechischen Mythologie. Die Hydra steht für ein Gleichnis, für Situationen, die nicht einzudämmen oder zu unterdrücken sind, weil jeder Versuch zum Ausweiten führt.

So entstand "Hydi", die von der Comiczeichnerin und Illustratorin Elke Renate Steiner entwickelt wurde.

"Hydi" wird den CSD Cottbus & Niederlausitz 2019 begleiten und so manch Geschichte wird erzählt werden.

Hydi führt Buch | Regenbogenfahnenklau stärkt die Kampagne

Ob Banner oder Regenbogenfahnen, Hydi notiert alle Sachbeschädigungen und Verluste. Es wird natürlich bei der Polizei Anzeige erstattet. Mit jeder Verlustmeldung wird das Jahresziel für's nächste Jahr erhöht, sodass die Kampagne größer wird.

Datum Ort Was wurde entwendet oder beschädigt? Auswirkung auf das Jahresziel 2020 neues Ziel 2020
18.05.2019 Scandale,
Karl-Liebknecht-Straße 20,  Cottbus
1 Regenbogenfahne wurde am 18.05.2019 entfernt 238+1 239
18.05.2019 Amt Burg, Hauptstraße 46, Burg (Spreewald) 1 Regenbogenfahne wurde am 18.05.2019 vom Fahnenmast entfernt. Der Fahnenmast wurde abgesägt. 237+1 238
16.05.2019 Unbelehr-Bar Party und Eventlocation,
Karl-Marx-Str. 65, Cottbus
1 Regenbogenfahne ist in der Nacht des 16.05.2019 entfernt worden 236+1 237
15.05.2019 Unbelehr-Bar Party und Eventlocation,
Karl-Marx-Str. 65, Cottbus
1 Regenbogenfahne ist in der Nacht des 15.05.2019 entfernt worden 235+1 236
13.05.2019 Strandpromenade Cottbus,
Mauerstraße 7, Cottbus
2 Regenbogenfahnen sind in der Nacht vom 13. zum 14.05.2019 entfernt worden 233+2 235
22.04.2019 Regenbogenkombinat,
Thierbacher Straße 21, Cottbus
3 Regenbogenbanner sind von der Eingangstreppe entfernt worden 230+3 233

Wir sammeln Kommentare...

Illustration: Elke R. Steiner | steinercomix.de

Der CSD Cottbus & Niederlausitz bringt Jahr für Jahr interessante Kommunikationen mit sich. Insbesondere in Sozialen Netzwerken stolpern wir über Bemerkungen, die uns zeigen, dass es noch viel zutun gibt. Wir sammeln hier einige Kommentare, die wir gern in Bürger_innen-Sprechstunden, Fachforen oder bei anderer Gelegenheit zum Thema machen.

  • 16.05.2019 | "Bloß gut das das hässliche Banner [Bezug: Diebstahl an der Stadthalle Cottbus. Das Banner "Cottbus ist bunt" wurde geklaut] weg ist und die Fahnen müssen auch noch verschwinden. Ich brauch nicht Bunt"

  • 11.03.2019 | "Geschlecht wird durch die Gesellschaft konstruiert. Hallo gehts noch? Was für ein dämlich - dummer Satz. Ausserdem ist es eine Unverschämtheit für diesen Humbug noch Steuergelder zu verschleudern. Euch müsste der Hahn zugedreht werden. Was Ihr damit bezwecken wollt, wird jedem doch sofort klar. Ihr braucht mehr von Eurer bunten Sorte.Deswegen macht Ihr den ganzen Klamauk."

  • 10.03.2019 | "das die Deutschen immer blöder werden ist ja seit Merkel, diese Pest Europas, in Berlin sitzt und und alle mit ihrem Gutmenschengetue nervt (jeder in Europa betet das die bald am Misthaufen der Geschichte landet) ein Tatsache. Das aber an Schulen Kindern ein Drag-Queen-Workshop angeboten zeigt was die Deutschen für eine verrottete und verkommene Gesellschaft geworden ist. Wenn ihr Pädagogen seit ist dieses Fach nie wirklich erfunden worden. Verschont unsere Kinder mit euren Dreck"

  • 05.03.2019 | LSBT-Indoktrination: Drag-Queen-Workshops an Brandenburger Schulen "... Beim Cottbuser Drag-Queen-Workshop handelt es sich also nicht nur um harmloses Verkleiden, sondern um Indoktrination mit der LSBT-Ideologie...."

Unser Selbstverständnis

2017 CSDCB Botschafter V02 webDer CSD Cottbus arbeitet und wirkt auf Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sowie der Verfassung des Landes Brandenburg und fördert innerhalb seiner Strukturen demokratische Teilhabe und Mitbestimmung. Der CSD arbeitet darüber hinaus mit allen kooperationsfähigen Organisationen im Land Brandenburg sowie in anderen Bundesländern zusammen um das gemeinsame Ziel der Achtung der Menschenrechte gemeinsam voranzutreiben. Dies ist zugleich Anspruch an die eigene Zusammenarbeit, die von Achtung und gegenseitigem Respekt, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sowie Solidarität geprägt sein soll.

Wir dulden keinerlei Form von Fremdenfeindlichkeit, Homo- oder Trans*feindlichkeit oder andere Formen von Diskriminierung, Mobbing oder Gewalt.

 Wir danken unseren Förderern. 

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie Partnerschaft für Demokratie | Landkreis Spree-NeißePartnerschaft für Demokratie | Cottbus 

Stadt Cottbus Landkreis Oberspreewald-Lausitz  Landkreis Spree-Neiße

 
 Wir danken unseren Partner_innen. 

AIDS-Hilfe Lausitz e.V. | www.aids-hilfe-lausitz.de Jugendkulturzentrum Glad-House OBENKINO BTU Cottbus - Senftenberg

 Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule und Trans* Belange des Landes Brandenburg Elke R. Steiner | steinercomix.de

Landesverband AndersARTiG e.V. 2019 RIB Logo RGB 50cm 72dpi

 

www.fiedel78.de Miss Cherry Moonlight Storch Viktor

 Du möchtstest den CSD Cottbus e.V. unterstützen und helfen?

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!