#C4A | Statements

Claudia Oehler

Schockierend. Wie kann man Gelder in diesem Bereich kürzen, wenn man es mit der Demokratie ernst meint. Dies zündelt den Verdacht, dass rechte Hände am Werk sind.

Annika Fischer

Die Erhaltung solcher Institutionen halte ich für äußerst wichtig und bin echt froh, dass es Frauen wie Anne Werner gibt, die sich für diverse Menschen engagieren.

Annika Fischer

Julia Steckhan

c4a Logo Julia SteckhanFür mich war die Zeit, in der die konkrete Planung des Aktionsplans begann, eine hoffnungsvolle Zeit und ich war überzeugt, dass die versprochene Einbeziehung der Community stattfinden wird und die Förderungen ausgebaut werden.

Mein Vertrauen in die behördlichen Strukturen und in die Umsetzung grundlegender demokratischer Prozesse war groß. Was ich dann aber erlebte, hatte nichts mit Demokratie und Beteiligung zu tun.

Für mich entsteht demokratisches, vertrauensvolles und transparentes Handeln, wenn alle Beteiligten Zugang zu korrekten Informationen haben und an Entscheidungen mitwirken können. Ein großer Teil dieser Community wird aber offensichtlich übergangen und niemand weiß, wer beim Ausschreibungsverfahren eigentlich befähigt war, über die Bedarfe der LGBTIQ-Community zu entscheiden.

Das ist keine Transparenz. Und das ist keine Demokratie. Hören Sie uns zu und geben Sie uns die Informationen, die uns zustehen.

Demokratie beginnt in der Basis, nicht in den Zimmern eines Ministeriums!

Julia Steckhan
ehrenamtlicher Vorstand AndersARTiG e.V.

Helga Fiek

Die Arbeit von "andersartig" ist ungemein wichtig: für Jugendliche, die unsicher sind über ihre sexuelle Orientierung, um Vorurteile abbauen zu helfen, um Lehrkräfte mit Informationen zu versorgen, damit sie auskunftsfähig sind. Deshalb darf diese Anlaufstelle nicht durch Streichung der Mittel gestrichen werden!

Maik Ulrich

Maik UlrichIch finde die Gesellschaft sollte viel offener werden was das Thema homosexuell betrifft, ich merke nämlich das viele Menschen noch komplett dagegen sind und sie irgendwie davon keine Ahnung haben.

Mila Sophie Jelsch

c4a Logo Mila Sopie JelschIn meiner Jugendzeit hätte ich mir einen Ort gewünscht, an dem ich Willkommen bin, so wie ich war. Ich hatte mir Vorbilder gewünscht, an denen ich wachsen könnte. Ich bin Mila, Mutter von zwei Kindern. Ich beschreibe mich als Frau mit Trans*vergangenheit.

Heute engagiere ich mich ehrenamtlich beim CSD Cottbus e.V. und helfe Trans*-Personen in ihre eigene Kraft zu kommen. AndersARTiG und der CSD Cottbus haben es mir möglich gemacht, ein regelmäßiges Angebot für Trans*-Menschen auf den Weg zu bringen. Ich leite den Trans*-Stammtisch in Cottbus und begleite Trans*-Menschen auf ihrem Weg. Viele finden den Weg zu uns. Gemeinsam mit AndersARTiG haben wir ein hilfreiches Netzwerk entwickelt, das Menschen Schutz- und Beratungsräume bietet.

Wir brauchen dringend fachlich qualifizierte Beratungsarbeit, eine breite Community-vertretung bei Politik und Verwaltung, qualifizierte Fortbildungsangebote und eine kritische Begleitung des Landesaktionsplanes Queeres Brandenburg. Wir brauchen auskömmlich finanzierte LSBTIQ*-Strukturen im ganzen Land Brandenburg. Die Entscheidung, AndersARTiG e.V. nicht mehr mit dem Projekt LKS zu fördern, ist ein Skandal. Wir stehen auf.

Wir sind viele.

Mila Sophie Jelsch
Ehrenamtliche des CSD Cottbus e.V.

Renate und Mara Ebel

c4a Logo Renate u Mara EbelSeit 2008 engagiere ich mich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied im AIDS-Hilfe Lausitz e.V. und Gründungsmitglied des CSD Cottbus e.V.. Meine Frau ist aus der Großstadt in die Provinz gezogen und war erstaunt, was hier primär durch Ehrenamtliche geleistet wird. Wir verdanken es dem unermüdlichen generationsübergreifenden Kampf der LSBTIQ*-Communities, dass wir im Jahr 2018 heiraten durften.
Der AIDS-Hilfe Lausitz e.V. und der CSD Cottbus e.V. haben sich durch die Unterstützung der Landeskoordinierungsstelle toll entwickelt. Wir haben in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit AndersARTiG e.V. und der LKS viel zur Sichtbarkeit von LSBTIQ*-Menschen im ländlichen Raum beitragen können. Ohne den Landesverband gäbe es die AIDS-Hilfe und den CSD in Cottbus nicht.
Die Entscheidung, die LKS-Förderung ab 01.01.2020 an den lokal tätigen Katte e.V. zu geben ist für uns nicht nachvollziehbar. Das Verfahren zur Entscheidungsfindung ist ausgesprochen intransparent. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) agiert am Willen der LSBTIQ*-Communities vorbei. Wir sagen STOP! Community4andersartig

Renate und Mara Ebel

Anne Werner

c4a Logo Anne WernerDiskriminierung und damit vorurteilsgeleitetes Handeln beginnt für mich nicht erst bei der Faust in meinem Gesicht, sondern bei mangelnder Solidarität, beim Absprechen meiner (unser Aller) Expertise durch Ignoranz, beim Hinweggehen über Ängste, Bedürfnisse und Kritik der queeren Communities der eigenen Bequemlichkeit halber sowie der allgemeinen Untätigkeit gegen Unrecht, weil mensch selbst nicht betroffen ist. Wie kann es im Sinne der Umsetzung des queeren Aktionsplans sein, bestehende Angebote ersatzlos wegzukürzen? Wie kann es im Sinne der Communities sein, queere Strukturen, die in den letzten 25 Jahren mühsam aufgebaut wurden, zu zerschlagen? Braucht das Land Brandenburg keine überregionale Beratungsstelle für queere Menschen oder auch die Fachkräftequalifizierung im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt mehr? Oder sind die aktuellen Entwicklungen lediglich ein Ausdruck einer immer noch systeminhärenten Homo- und Trans*feindlichkeit, also auch des vorurteilsgeleiteten Handelns in Politik und Verwaltung?

Ich fordere alle Entscheidungsträger_innen dazu auf sich diesen Fragen zu stellen.

Der Kampf gegen Diskriminierung beinhaltet immer auch die Arbeit an sich selbst.

Vera Spatz

Vera Spatz Der Landesverband Andersartig e.V. sorgt seit vielen Jahren, dafür dass LSBTIQ* - Leute ein Zuhause im Land Brandenburg finden. Eine vielfältige Gesellschaft braucht verlässliche Orte und Menschen, die alle willkommen heißen. Eine „Regenbogenbrücke“ mit solidem Fundament zum Teilen von Gemeinsamkeiten und zum Feiern von Vielfalt. Wir brauchen hauptamtliche Mitarbeiter*innen mit sicheren Arbeitsstellen und ausfinanzierte Räume.
Zeit für die Landesregierung unverzüglich dafür zu sorgen, dass die über Jahre entstandenen Strukturen und Orte weiter wachsen dürfen und dass das Engagement aller Haupt- und Ehrenamtlichen ab sofort sehr und mehr gewürdigt wird!

Ich bin für einen Ausbau der Angebote für LSBTIQ* Menschen, für die Regelfinanzierung des Regenbogenkombinats inklusive Personal in Potsdam, für den Aufbau von offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen für Queers im ganzen Land Brandenburg und in Potsdam!

Vera Spatz

Rebecca Bock

Hallo, schade, dass Sie als Grüne gewachsene Strukturen, gerade in einem Feld, daß schon seit Jahren von den Grünen gefördert wird, nun auf einmal zerschlagen werden sollen. Warum? War es ein Projekt der Linken, die sie vermutlich nicht lieben oder war es ein Projekt der SPD, mit der sie notgedrungen koalilierten?

Birgit Hendrischke

Wir dürfen Einschnitte in die Queere Gleichstellungspolitik (Brandenburgs) nicht zulassen! Erreichtes muss erhalten und weiter ausgebaut werden - alles Andere ist rückschrittlich und diskriminierend!

Laura Schneider

Also ich möchte wirklich nochmal herausheben, dass es doch nicht sein kann, dass keine Kriterien oder Punkte nach denen bewertet wurde, angegeben wurden. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass das alles bestehen bleibt, vorallem für Leute, die Unterstützung und Hilfe brauchen. Ich finde es unverantwortlich das einfach so zu riskieren. Ich bin wirklich enttäuscht.

Tanja Berger

Wichtige Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft müssen erhalten bleiben. Dazu zählt insbesondere die Förderung und der Schutz von Minderheiten. Deshalb unzterstützen wir den Offenen Brief und die Aktion.

Tanja Berger
HochDrei e.V.

Nino Jess

Es gibt überall in Brandenburg queere Regenbogen-Familien, homo und trans* Kids und Menschen zwischen den Geschlechtern. Und das ist gut so! Und wir brauchen finanzielle Mittel um uns zu stärken, zu vernetzen, für psycho-soziale Angebote und Bildungs- und Aufklärungsarbeit.

Pasquale Virginie Rotter

Ich habe AndersARTiG und ihre Mitarbeiter*innen als Einrichtung und Menschen kennen gelernt, die sich immer wieder der Herausforderung stellen, eine intersektionale Perspektive praktisch werden zu lassen. Das ist keineswegs selbstverständlich. Nicht zuletzt die Möglichkeit zur stetigen Arbeit während der letzten 25 Jahre haben die Basis für qualifiziertes Handeln in einer zunehmend komplexen Gesellschaft geschaffen. Diese Stetigkeit darf nicht geopfert werden! Das ist wahrer Rückschritt, der im Ergebnis auf die ganze Gesellschaft zurückfallen wird. Im Gegenteil: sie muss fortgesetzt und erweitert werden!

Pasquale Virginie Rotter
EmpA - Empowerment an der Alice Salomon Hochschule

Olaf Wozniak

Wir zeigen uns mit eurem Anliegen solidarisch!

Olaf Wozniak
Wupperpride e.V.

Jochen Bolz

Sehr geehrte Steuergeldempfänger des Ministeriums,
ich protestiere auf das Schärfste gegen die Entscheidung die Steuergelder für wirklich wichtige und sehr gut funktionierende Strukturen zu kürzen. Ein Schlag gegen alle ehrenamtlichen Helfer noch dazu.

Ich fordere Sie hiermit auf, Ihre Gründe darzulegen und in Dialog zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Jochen Bolz

Samuel Baltus

Ich war im Jahr 2017 selbst Praktikant im Landesverband Andersartig e.V. Es hat mich sehr beeindruckt, welche gute und durchdachte Arbeit dort geleistet wird - trotz aller widrigen Umstände! Die LKS macht durch ihre Arbeit das Leben vieler queerer Menschen und ihrer Angehörigen in Brandenburg leichter, leistet wertvolle Aufklärungsarbeit, bringt Menschen zusammen und gibt Gemeinschaft. Die LKS zeigt Solidarität mit Ausgegrenzten, sie zeigt politisch Haltung gegen den Rechtsruck und bekämpft Diskriminierung auf vielen Ebenen. Die LKSs steht für eine queere Community in Brandenburg, die nicht nur dekoratives Vorzeige-Objekt der Politik sein will, sondern unbequem und laut für die Grundrechte aller einsteht. Es ist wichtig, dass diese Stimmen weiterhin gehört werden und die wertvolle, demokratie-stärkende Arbeit weiterhin stattfinden kann. Für die Solidarität mit der queeren Community in Brandenburg!

Benjamin Biewald

Benjamin BiewaldDas Verfahren war absolut intransparent. Aber dass das Ministerium „Transparenz“ hauptsächlich als leere Worthülse versteht, wurde ja in den sog. „Beteiligungsworkshops“ zum Aktionsplan zu Genüge bewiesen.

Das Vorgehen ist undemokratisch. Communities, Vereine und nicht zuletzt auch die Ehrenamtlichen dahinter haben unmiss-verständlich ihre Standpunkte dazu ausgedrückt. Sich gegen den erklärten Willen der Communities zu stellen ist ein Skandal für jede augenscheinlich „demokratische“ Institution.

Die Ausschreibung ist in höchstem Maße destruktiv. Nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit im Land hat die LKS weitreichende Strukturen geschaffen, die ausgiebig genutzt werden um queeren Minderheiten in Politik und Gesellschaft eine Stimme zu verleihen. Das Ganze „in die Tonne zu kloppen“ ist ein sinnbildlicher Tritt in das Gesicht der Ehrenamtlichen, die halfen diese Strukturen zu errichten. Nicht zuletzt ist die ganze Sache unglaublich gefährlich. Ich denke es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum ich mich darüber aufrege, dass in Zeiten des (wieder) aufkommenden Nationalismus queeren Communities ihre Strukturen und ihre politische Organisiertheit genommen werden.

Liebes Ministerium: So nicht!

Benjamin Biewald
UPride

Gesine Schreve

Bitte unterstützt den Verein weiterhin, Fördermittel dürfen nicht gekürzt werden.

Martin Eiser

Die LesBiSchwule Tour hat das Thema vor fast 20 Jahren in meine Stadt im Elbe-Elster-Landkreis gebracht. Es war ein großartiges Signal und ich bin dem Verein auch für seine Arbeit in den letzten Jahren unendlich dankbar. Es wäre ein Skandal, wenn solche hervorragende Arbeit verloren geht. Und es stünde auch der SPD in Brandenburg nicht gut zu Gesicht, die Community einen solchen Schlag zu versetzen. Es ist unverständlich und äußert kurzsichtig.

Jill Deimel

Ich bin ANDERS, weil ich wie ALLE bin und ALLE ANDERS sind....
Vielfalt braucht eine Stimme!!!

Jenny Harrass

Ich habe die engagierte Arbeit von "AndersARTiG" auf dem Fachtag in Potsdam kennen lernen dürfen. Durch die Austausche und die Selbstverständlichkeiten ihrer Arbeit in Brandenburg und Berlin kann auch ich dieses belebende Input in meine tägliche Sozialarbeit integrieren. Davon braucht es mehr!!!

Uwe Fischer

Warum nicht mehrere Vereine unterstützen? Es gibt viel zu tun!

Toni Marer

Dran bleiben!

Eva LaBosse

Eva LaBosseIch bin nun seit 20 Jahren ehrenamtlich im Landesverband AndersARTiG e.V. tätig. Somit war ich an vielen Stationen beteiligt. Ob nun Schulworkshops, Infostände oder auch Vernetzungstreffen mit Initiativen und Verbänden und auch Einzelpersonen. All das ist über die Jahre ein gutes, wertschätzendes und starkes Netzwerk geworden.
Das nun das Referat im Sozialministerium 25 Jahre dieser Arbeit mit Füßen tritt, macht mich fassungslos und wütend! Es ist mir völlig suspekt wie zwei Menschen derart viel Macht bekommen können und diese schamlos vor den Augen der Demokratie ausüben. Die Gründe dafür sind niemandem klar. Das „Verfahren“ war alles andere als transparent. Niemand war beteiligt. Niemand aus der Community wollte dieses „Verfahren“. Förderrechtlich völlig unnötig. Und doch haben diese zwei Damen, anstelle der Ministerin, die Sie gewähren ließ, entschieden, dass nicht nur meine Ehrenamtliche Anstrengungen umsonst waren. Die Zerschlagung der LSBTIQ*-Angebote und Netzwerke spielt den Menschen in die Hände, die uns und unsere Demokratie abschaffen wollen.

Wir werden nicht schweigen.

Eva LaBosse
Drag Queen

Grit Gehrau

Wir sind nicht ohne Grund Kooperationspartner*innen von Andersartig e.V. geworden. Hier wurden wir äußerst kompetent beraten, als wir Hilfe bei einem schwierigen Coming Out brauchten und klar, weil wir uns für eine Gesellschaft einsetzen, bei dem kein Mensch wegen seiner sexuellen Orientierung und oder geschlechtlichen Identität diskriminiert oder sonstwie benachteiligt werden soll.

Grit Gehrau

Maria Zeuner

Maria Zeuner

Als queer Aktivistin die den Großteil ihrer Freizeit in ehrenamtliche Arbeit steckt, finde ich es eine absolute Unverschämtheit auf eine solche Art und Weise mit dem Landesverband AndersARTiG und dem jahrzehntelangen Engagement von unterbezahlten Haupt- und unbezahlten Ehrenamtlichen umzugehen. Es ist mir absolut suspekt, wie das Ministerium glaubt in Zukunft diese Projekte und Strukturen, die dem „Aktionsplan Queeres Brandenburg" zugute kommen, umsetzen will, wenn dieses über Jahrzehnte erlebte Engagement nun auch aufgrund der neuen Stellenbeschreibung wegfällt. AndersARTiG in einem ungewollten, intransparenten und meiner Meinung nach absolut sinnfreien Verfahren die ohnehin schon zu niedrige Förderung abzusprechen signalisiert für mich klar KEINEN RESPEKT, KEINE WERTSCHÄTZUNG und KEIN INTERESSE für die Strukturen, Menschen, deren Bedarfe und der Umsetzung von Diskriminierungsabbau.

Ich lege allen beteiligten Personen nahe, sich vor Augen zu führen, dass ohne ehrenamtliche und idealistische Arbeit über den Erschöpfungspunkt hinaus, die allerwenigsten Projekte tatsächlich realisiert worden, und die brandenburger Gleichstellung lange nicht dort wäre wo sie heute ist.

Maria Zeuner

Mickaëla Casan

Das können wir nicht hinnehmen! Wie das letzte Einhorn werden wir kämpfen, bis wir siegen! Wir geben nicht auf und lassen uns nicht unterkriegen! LSBTIQ-Rechte sind Menschengrundrechte! Wir sind ein Teil dieser Gesellschaft! Investition in die soziale Arbeit ist eine Investition in die Zukunft für mehr Integration und Inklusion statt Sozialabbau!

Harald Petzold

Harald Petzold#c4a - das ist gelebte Vielfalt, Solidarität, Gemeinschaft, Aufklärung und Widerstand. Genauso wie der Landesverband AndersARTiG e.V., für dessen erfolgreiche Zukunft diese Aktion hier ins Leben gerufen wurde. Von einer selbstbewussten und engagierten Community. AndersARTiG wird deshalb leben!

Miss Cherry Moonlight

Miss Cherry Moonlight

Es ist eine Schande, dass nun ein langjährig erfolgreiches Projekt des Landesverbandes AndersARTiG e.V. im Land Brandenburg umgetopft werden soll, wobei wesentliche und wichtige Aufgaben auf der Strecke bleiben. Diese Entscheidung ist nicht hinnehmbar. Wir werden dazu nicht schweigen. Mit uns müssen Sie rechnen.

In 25 Jahren Antidiskriminierungs- und Aufklärungsarbeit dürfte diese Form des Gebrauchs von Macht eine neue Dimension erreichen. Anfragen und Statements der LSBTIQ*-Communities wurden mehrfach ignoriert. Entscheidungen gegen die Mehrheit der Communities wurden seitens des Referates 22 des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz getroffen. Verantwortliche Personen sind nicht mehr in ihren Verantwortungsbereichen greifbar. Der Landesaktionsplan Queeres Brandenburg
wird ohne tatsächliche Beteiligung der Communities umgesetzt und
verkümmert auf den ersten Stufen
von Nichtpartizipation bzw.
den Vorstufen von Partizipation.

Es ist genug.

Miss Cherry Moonlight
Drag Queen

Storch Viktor

Storch ViktorIch bin entsetzt und nachdem ich die dicke Kröte geschluckt habe, kann ich nun auch wieder was sagen. Mein Name ist Storch Viktor und ich bin seit vielen Jahren das Maskottchen des AIDS-Hilfe Lausitz e.V.. Als schwuler Storch verbreite ich aktiv Präventionsbotschaften zu HIV/Aids und bereite den Leuten Freude. Aufgewachsen bin ich bei der AIDS-Hilfe und beim CSD in Cottbus. Ich habe schon viel in meinem langen Leben erlebt, aber das was jetzt passiert, schlägt mir wirklich den Vogel raus.
Die Entscheidung, dem Landesverband AndersARTiG e.V. die Förderung von 57.400 Euro nach 25 erfolgreichen Jahren zu entreißen und an einen lokal tätigen Potsdamer Verein zu geben, wird nicht nur dazu führen, dass die zukünftige Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule und Trans*Belange (LKS) nicht mehr bei AndersARTiG ist. Die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird verspielt das Vertrauen Brandenburgs LSBTIQ*-Communities in eine transparente und beteiligungsorientierte Umsetzung des „Landesaktionsplanes Queeres Brandenburg“. Zahlreiche LSBTIQ*-Angebote werden ab 2020 von der Bildfläche verschwinden. Das kann doch nicht wahr sein.
Wir werden nicht schweigen.
Storch Viktor
Maskottchen AIDS-Hilfe Lausitz e.V.

Petra Knickmeyer

Mittel für LGBTIQ-Support zu kürzen ist in Zeiten des Backlash unverantwortlich!

Mario Frank

Als Gründungsmitglied von AndersARTiG e.V. finde ich es traurig und beschämend zugleich, dass nach 25 Jahren hervorragender Arbeit, die von allen Seiten anerkannt wird, durch undurchsichtige Entscheidungen kurzsichtig funktionierende Strukturen der LSBTQ Community im Land Brandenburg aufs Spiel gesetzt werden und die wichtige Arbeit vor dem Hintergrund der Brandenburgischen Verfassung damit gefährdet ist.

Katrin Kaiser

25 Jahre hervorragende Arbeit darf nicht einfach so zerstampft werden... deswegen WIR BLEIBEN ANDERSARTIG.

Hanny Jasmin Zschörneck

Wir sind und bleiben Andersartig ♥♥♥ Das was aufgebaut wurde, kann uns kein Mensch auf eine so einfache Art und Weise wegnehmen. Mit uns müssen sie rechnen, denn ohne uns ist Brandenburg ziemlich trist und grau (evtl auch blau). Der Regenbogen bleibt - egal ob mit oder ohne Förderung. ♥♥♥ Wir bleiben Andersartig!

Fabian Hirsch

Ich halte die Arbeit die hier geleistet wurde für sehr bedeutend, und setze mich dafür ein, dass diese auch zukünftig weitergeführt werden kann.

Tucké Royale

Sehr geehrtes Sozialministerium,

mit großer Bestürzung habe ich erfahren, dass die Arbeit der LKS/AndersARTiG zum Jahresende eingestellt werden soll. Das trifft mich tief in meiner Hoffnung auf eine offene und solidarische Gesellschaft und ich möchte Ihnen erzählen, wie wichtig die Arbeit der LKS/AndersARTiG für mich geworden ist.
In den vergangen Jahren habe ich, sowohl als Künstler als auch als Teil queerer Communities, den Austausch zwischen Brandenburg und Berlin vermisst und bin in meiner Suche nach Initiativen, Vereinen und engagierten Menschen auf AndersARTiG gestoßen. Seitdem habe ich zu Nadine Bochert-Apfelbacher, Lars Bergmann, Eric Hein und vielen mehr regelmäßig Kontakt und sie in meine künstlerische wie aktivistische Arbeit mit einbezogen:

"Zum 50. Jahrestag der Stonewall-Aufstände zogen Tucké Royale, Johannes Maria Schmit und Schuldenberg Films Ende Juni mit einer 60 Teilnehmer*innen starken queeren Hologrammfamilie als Autokolonne durch die Uckermark. In der nordöstlichen Peripherie wurde in sicherer Entfernung zur Metropole Berlins der 50. Jahrestag der Stonewall Riots erinnert und gefeiert. Zwei Dokumentarkameras an Bord hielten das bislang unvermutete Genre fest: die queere Mehrheitsgesellschaft auf dem Land als utopisches Moment. Ausgehend vom doku-fiktionalen Filmmaterial blicken Royale und Schmit mit Ende des Sommers zurück und greifen Themen auf, die für queeres Leben im Berlin umschließenden Brandenburg relevant sind. Mit wechselnden Gesprächspartner*innen widmen sie sich drängenden Fragen, die sich aus dem Dialog von Land und Stadt, der Beziehung Brandenburg-Berlin, ergeben und verkünden das Zeitalter der “Neuen Selbstverständlichkeit”."

Zuletzt fand im HAU Hebbel Am Ufer, am 28.10.2019, die Veranstaltung "QUEERES ENGAGEMENT IM LÄNDLICHEN RAUM"
mit Lars Bergmann (AndersARTiG) und Brigitte Oytoy (Schwules Museum Berlin*) statt:
"Die LGBTIQ+ Community ist für viele Schlüsselerlebnis und Hafen. Zusammen sind wir mehr, das ist das emanzipative Potential einer diversen Gemeinschaft, die aneinander lernt, zärtlich und unterstützend zu sein. Aus der Erfahrung eines Chors wahlverwandter Dämonen, die als “Hologrammfamilie“ Ende Juni durch die in der Peripherie liegende Uckermark zog, sprechen AndersARTiG und das SMU* nun im Epizentrum Kreuzberg über queeres Engagement und Vernetzung im ländlichen Raum sowie Homonationalismus und Rassismus innerhalb der Community."

Ich bitte Sie von Herzen und voller Hoffnung in Sie, als Künstler und auch zukünftiger Kooperationspartner der LKS, als Mitglied der Schwulen Museum Berlins* und als jemand, der jahrelang in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) queer-politische Aufklärungsarbeit gemacht hat, die LKS/AndersARTiG vor ihrem Aus zu verschonen und sie stattdessen weiter in ihrem wertvollen Engagement zu unterstützen, das über die Landesgrenzen hinaus von Relevanz ist.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Arbeit,
Tucké Royale