Lars Bergmann

Lars Bergmann / Foto: Stefan Fiedler, 2017Mit AndersARTiG sei es schwierig, hört man. Wir seien anspruchsvoll, unnachgiebig, bisweilen nervend und widerborstig. Das sind natürlich nicht die offiziellen Stellungnahmen des Sozialministeriums, sondern das entspringt dem Treppenklatsch. Ich habe das immer als Beweis dafür genommen, daß wir da ansetzen, wo es notwendig ist, auch wo es wehtut. Die Spielräume sind zuletzt immer enger geworden, bis schließlich Wortlosigkeit den Dialog verdrängte. Verheerend, wenn man bedenkt, welche Schlüsselrolle die LKS in diesem Gefüge als Scharnier zwischen Community & Staat spielt.

Es ist mein Job politisches und Verwaltungs-handeln kritisch zu begleiten und zu hinterfragen. Alles andere würde zurecht als Verrat an den Interessen unserer Community interpretiert werden. Vor dem Hintergrund der merkwürdigen LKS-Ausschreibung und deren noch merkwürdigeren Ergebnissen, stelle ich eine neue Qualität in der Missachtung der LSBTIQ-Communities in Brandenburg fest.

Ich rufe die Landesregierung auf: Kehren Sie um; machen Sie diesem undemokratischen Treiben ein Ende! Wir brauchen den Dialog auf Augenhöhe. Ich rufe alle zivilgesellschaftlichen Kräfte zur Solidarität und zum Widerstand auf. Hier geht es um die Demokratie!

Lars Bergmann
Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule und Trans*-Belange des Landes Brandenburg (LKS)